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User:Zebracauliflower

Deutsche Kolonialbestrebungen in Südostafrika waren überwiegend private Initiativen Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Ziel, deutsche Kolonien im südlichen Afrika am Indischen Ozean zu gründen. Eine Parallele war die Koloniegründung im späteren Deutsch-Südwestafrika, womit eine geschlossene, deutsche Siedlungskolonie unter Einbezug weiterer Gebiete möglich schien. Die Pläne standen jedoch in Konkurrenz zu den Kolonialinteressen Großbritanniens. Aufgrund Deutschlands Politik der Nichteinmischung in dieser Region erhielten die versuchten „Landerwerbungen“ keinen Reichsschutz und scheiterten.

Idee einer deutsch-burischen Siedlungskolonie

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Der deutsche Kolonialbefürworter Ernst von Weber legte in seinem 1878 erschienenen Werk Vier Jahre in Afrika nahe, die Delagoa-Bucht durch Deutschland in Besitz zu nehmen und richtete ein diesbezügliches Memorandum an den deutschen Kaiser Wilhelm I. und Reichskanzler Otto von Bismarck. Von der vielgenannten Delagoa-Bucht aus sollte eine „Germanisierung“ und Schutzherrschaft über die deutschen und niederländischen Siedler Südafrikas ausgehen.[1] Das Ansinnen scheiterte jedoch an der damaligen Zurückhaltung der deutschen Politik, besonders Bismarcks, in kolonialen Fragen.

Adolf Lüderitz griff den Plan Webers 1884 wieder auf, als er nach der Gründung von „Lüderitzland“ im späteren Deutsch-Südwestafrika eine Vergrößerung nach Osten bis an den Indischen Ozean anstrebte. Das Territorium sollte die Burenrepublik Transvaal mit einschließen. Die so entstehende Kolonie hätte laut Lüderitz als Auffangbecken für die deutsche Überseewanderung dienen können. Bismarck stand jedoch diesen Plänen, die weit über Schutzrechte für Handelsniederlassung hinausgingen, weiterhin ablehnend gegenüber.
Zudem beeilte sich Großbritannien, 1885 das Protektorat Betschuanaland zu installieren, was mit der geänderten geopolitischen Lage in der Region zusammenhing. Wie ein Keil lag nunmehr das britische Protektorat zwischen der deutschen Kolonie im Westen und den Burenrepubliken im Osten. Lüderitz fühlte sich auf Südwestafrika „zurückgeworfen“.[2]
(wtt 267)

Political map of Africa,1888

German colonial aspirations in Southeast Africa were mainly private initiatives at the end of the 19th Century with the goal to establish German colonies on the Indian Ocean in southern Africa. This happened parallel to the founding of the colony that later turned into German South-West Africa, thus a closed German colony, expanding into further territories seemed achievable. Yet these plans were in conflict to the colonial interest of Great Britain. Because German policy at the time was avoiding involvement in this region the efforts of „Land purchasing“ were not protected by the German Reich and failed.

Idea of a german-boer colony.

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Colonial borders in southern Africa, 1885

The German pro-colonial activist Ernst von Weber urged Germany in his 1878 published book 4 years in Africa (Vier Jahre in Afrika) to occupy the Delagoa-Bay. He directed a memorandum concerning this matter toward the German emperor Wilhelm I and the Imperial Chancellor Otto von Bismarck. Starting from Delagoa-Bay a „Germanization“ and Patronage was supposed to extend upon the German and Dutch settlers of South Africa [1]. These Aspiration failed due the reluctance of German politics, especially Bismarcks, in colonial matters.

proofreading:
activist?? I don’t think that has the right connotation

In 1884, Adolf Lüderitz picked Webers plan up again, as he aspired to expand his founded „Lüderitzland“ located in what later turned into German South-West-Africa all the way to the east up to the Indian Ocean. This territory was meant to include the Boerrepublic Transvaal. The resulting colony was meant to be the target for the German Emmigrant Movements. These plans were opposed by Bismarck as they expanded way further than patronages for trading posts. Furthermore Great Britain was working towards installing the procterate Bechuanaland in 1885 following the changing geopolitical circumstances of that region. This procterate was located in the middle of the German Colony in the west and the Boerrepublic of the East. Lüderitz felt like he was confined to South-West-Africa[2].

proofreading
maybe: Lüderitz took up Webers plan again?

The resulting colony was meant to be the target for German overseas migration.

User:Elendras

In den folgenden Jahren steigerte die deutsch-burische Annäherungspolitik das britische Missfallen, das durch die Krüger-Depesche 1896 seinen Höhepunkt erreichte. Der Depesche ging die Erwägung Wilhelms II. voraus, kurzerhand ein deutsches Protektorat über Transvaal zu proklamieren und sogleich Marineinfanterie zu Unterstützung der Buren zu entsenden. Aufgrund schwerwiegender diplomatischer Bedenken und der schwierigen militärischen Durchführbarkeit ließ sich der Kaiser hiervon abbringen.

Auch wirtschaftliche Interessen sorgten in den 1880er und 1890er Jahren wiederholt für Spekulationen hinsichtlich kolonialer Absichten Deutschlands im südlichen Afrika. Deutsche Kapitalgeber waren etwa am burischen Eisenbahnbau beteiligt. Der Präsident der Südafrikanischen Republik Transvaal, Paul Kruger, hegt selbst Pläne für eine Eisenbahnverbindung zwischen der Lüderitz-Bucht am Atlantik und der Santa-Lucia-Bucht am Indischen Ozean.

Deutsche Kolonisationsansätze in Südostafrika

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Der deutsche Afrikaforscher Karl Mauch bereiste das Mashonaland und Transvaal um das Jahr 1870 und sprach sich für eine dortige deutsche Kolonie aus.[1] Im Winter 1883/1884 schickte der deutsche Kolonialist Carl Peters einen südost-afrikanischen Kolonialplan an das Auswärtige Amt in Berlin, in dem er die deutsche Inbesitznahme das Mashonalandes zwischen dem Sambesi und Transvaal vorschlug. Im Sommer 1884 teilte Bismarck mit, dass sämtliche Gebiete südlich des Sambesi als britische Interessensphäre anzusehen seien. Eine deutsche Besitzergreifung finde keine Zustimmung.Auch der Präsident des Deutschen Kolonialvereins, Hermann zu Hohenlohe-Langenburg, sowie Friedrich Fabri lehnten das Projekt als vereinsseitig unbeabsichtigt und verfrüht ab. Peters empörte sich später, die Region sei erst 1889 in britischen Besitz gelangt, eine deutsche Kolonie daher möglich gewesen.

In the following years British disapproval increased due to a German-Boer policy of rapprochement, reaching its climax in 1896 with the Kruger telegram. Before sending out the dispatch Wilhelm II considered proclaiming the South African Republic, also known as Transvaal republic, as a German protectorate and sending marines to support the Boers but abandoned the idea after considering the possible diplomatic and logistical predicaments.[3]

During the 1880s and 1890s economic interests kept the idea of colonial ambitions in Southern Africa alive especially focusing on railways, with German investors having taken part in building in the Boer railway. Transvaal president Paul Kruger had plans himself of constructing a railway stretching from the Atlantic to the Indian Ocean.[4]

Colonial efforts in Southeast Africa

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Places of German colonization attempts on the coast of Southeast Africa, before 1890

Karl Mauch, a German explorer, travelled to Transvaal and the Mashonaland to speak out in favor of a German colony.[5] During the winter of 1883/84 German colonialist Carl Peters made a proposition to the German foreign office to seize the Mashonaland between Transvaal and the Zambezi. In the following summer Bismarck declared the territory south of the Zambezi as part of the British sphere of influence, leading to a dismissal of Peters’ proposition.[6] Even the leaders of the German colonial association rejected it unintentionally and prematurely.[7] Later Peters complained that the territory was occupied by the British as late as 1889, saying that a German colony would have been possible.[8]

(wtt243)

User:OnlyTrans

Trotz der Zurückhaltung der deutschen Reichsregierung und der Konkurrenz zu Großbritannien starteten deutsche Privatleute und Militärs vereinzelte Vorbereitungen für Stützpunkte im Südosten Afrikas, die jedoch nirgends Bestand hatten. Das fortgeschrittenste Vorhaben war die versuchte Inbesitznahme der Bucht von Santa-Lucia im Zululand.[5]

Lage der Santa Lucia Bay in Zulu-Land um 1885 (Besitzungen des Hauses F.A.E. Lüderitz)
→ Hauptartikel: Santa Lucia Bay
Im November 1884 schloss der deutsche Reisende August Einwald im Namen von Adolf Lüderitz mit dem König Dinizulu einen Vertrag, der Deutschland einen lokalen Gebietsanspruch am heutigen St.-Lucia-See im Königreich Zululand sichern sollte.[6] Der deutsche Oberst Adolf Schiel versuchte, die vermeintlichen Ansprüche und damit verbundenen Möglichkeiten bei Bismarck geltend zu machen.[7] Kurzzeitig schien so eine deutsche Kolonie zwischen Portugiesisch-Ostafrika (Mosambik) im Norden und der britischen Kolonie Natal im Süden entstehen zu können.[8] Im Zuge eines Ausgleichs mit Großbritannien wurde das Ansinnen aber im Mai 1885 endgültig abgelehnt, als sich die Briten auf einen schon 1843 geschlossenen Vertrag mit König Phunga beriefen.[9][10] Von 1884 bis 1887 entstand um die Santa-Lucia-Bucht der kurzlebige Burenstaat Nieuwe Republiek.

Pondoland und von der Kapkolonie annektierte Nachbargebiete, 1875–1890
→ Hauptartikel: Pondoland
1885 unternahm der badische Premierleutnant a. D. Emil Nagel den Versuch, im Pondoland eine deutsche Kolonie zu gründen.[11] Nagel erwarb 400 km² Land von Häuptling Umquikela.[12] Durch Otto Kersten wurde 1886 die Deutsche Pondoland-Gesellschaft (DPLG) in Berlin gegründet, die 1887 eine Expedition ins Pondoland entsendete. Die deutsche Pondoland-Expedition hatten den Auftrag, die tatsächliche Besitzergreifung einzuleiten, eine Versuchsstation für Ackerbau und Viehzucht anzulegen, Handelsbeziehungen zu den Bewohnern aufzubauen und die Rohstoffe des Landes zu untersuchen.

(wtt 261)

Despite the reluctance of the German government and the competition with Great Britain, German private individuals and military personnel initiated isolated preparations for bases in Southeast Africa, none of which, however, endured. The most advanced project was the attempted occupation of Santa Lucia Bay in Zululand.

Location of Santa Lucia Bay in Zululand around 1885 (possessions of the House of F.A.E. Lüderitz)
→ Main article: Santa Lucia Bay

In November 1884, German traveler August Einwald signed a treaty with King Dinizulu on behalf of Adolf Lüderitz, which was intended to secure a territorial claim for Germany at what is today Lake St. Lucia in the Kingdom of Zululand. The German Colonel Adolf Schiel attempted to assert these supposed claims and the associated possibilities with Bismarck. For a short time, it seemed that a German colony could emerge between Portuguese East Africa (Mozambique) in the north and the British colony of Natal in the south. In May 1885, however, the request was finally rejected in the course of a settlement with Great Britain, with the British invoking a treaty that had already been concluded with King Phunga as early as 1843. Between 1884 to 1887, the short-lived Boer state of Nieuwe Republiek was formed around Santa Lucia Bay.

Pondoland and neighboring territories annexed by the Cape Colony, 1875–1890
→ Main article: Pondoland

In 1885, the retired First Lieutenant Emil Nagel attempted to establish a German colony in Pondoland. Nagel acquired 400 km² of land from Chief Umquikela. In 1886, Otto Kersten founded the German Pondoland Society (DPLG) in Berlin, which sent an expedition to Pondoland in 1887. The German Pondoland Expedition was tasked with initiating the actual occupation of the land, setting up an experimental station for agriculture and livestock breeding, establishing trade relations with the local residents, and investigating the country’s natural resources.

Proof reading suggestions

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came to frution sounds like the didn’t happen at all; maybe “none of which, however, endured” would be more in line with the original meaning.

I know they are from the original text, but I think we should check if linking to the main article makes sense before we put them in there.

“Emil Nagel from Baden” almost sounds like a title which it isn’t; either leave it out or put it in a sub clause to differentiate it

Made the suggested changes, thanks!

User:ItsMiau

Die Expedition traf den Sohn des im Oktober 1887 verstorbenen Oberhauptes Umquikela namens Usigkao. Dieser bestätigte nach langen Verhandlungen den vom Vater mit Nagel geschlossenen Vertrag und stimmte einer Übertragung auf die DPLG zu.[13] 1888 legten die Expeditionsmitglieder zwei Stationen an: Die Station Lambas für Viehzucht- und Ackerbauversuche lag an der Wild Coast bei Port Grosvenor. Die Station Intsubana, zur Sammlung von Holzproben, lag landeinwärts im Ekossawald.[14] Angesichts britischer Ansprüche versagte aber das Deutsche Kaiserreich den Status als Schutzgebiet.[15] Noch im Jahre 1887 wurde Pondoland durch Großbritannien annektiert.[16] Bis 1889 konnte die DPLG ihren Landbesitz auf etwa 1.500 km² erweitern (einschließlich wertvoller Holzbestände im Ekossawald). In deutschen Zeitungen wurden Siedler dazu aufgerufen, sich in dem Gebiet niederzulassen.[17] Diesem Vorhaben war jedoch ebenfalls kein Erfolg beschieden. 1894 erfolgte schließlich die Vereinigung des Pondolandes mit der britischen Kapkolonie.

Delagoa-Bucht 1891
Der Erwerb der Delagoa-Bucht war ein wiederholt geäußertes und doch nie verwirklichtes Ziel deutscher Flotten- und Kolonialpolitik. Ihre strategische Lage als Zugangsweg der Burenstaaten schürte abermals Hoffnungen auf einen Ausgangspunkt einer deutsch-burischen Landbrücke bis Deutsch-Südwestafrika.[18] Die zu Portugiesisch-Ostafrika gehörende Bucht stand in den 1890er Jahren im Mittelpunkt sowohl britischer und burischer als auch deutscher Interessen. Die Eisenbahnlinie zwischen Pretoria und dem Hafen von Lourenço Marques an der Delagoa-Bucht wurde unter anderem mit deutschem Kapital gebaut. Um den Zugang zum Hafens und zu der Bahnanbindung für Deutschland zu sichern, entsandte die Kaiserliche Marine noch 1895 zur Bahneröffnung Kriegsschiffe in die Bucht.[19] Die deutschen Kreuzer Condor und Cormoran zeigten die deutsche Präsenz in der Bucht an. Großbritannien sollten Zugeständnisse bei der erwarteten Abtretung und Neuverteilung der portugiesischen Kolonien ertrotzt werden, wozu es zunächst nicht kam.[20]

(wtt 271)

The expedition met Usigkao, the son of Chief Umquikela who had passed away in October 1887. After lengthy negotiations Usigako confirmed the agreement that had been concluded by his father and E. Nagel. He agreed to the transfer of land to the DPLG. In 1888, the expedition members built two stations: The station Lambas and the station Intsubana. The station Lambas was situated on the Wild Coast near Ports Grosvernor and was used as testing ground for agriculture and livestock farming. The Intsubana station was located further inland in the Ekossa Forest, for collecting wood samples. However, in view of British claims, the German Empire refuses it the status of a protectorate. In 1888, Pondoland was annexed by the British Empire. The DPLG still managed to expand its land holdings to approximately 15000 km^2 including valuable wood reserves in the Ekossa forest. German newspapers encouraged settlers to alight in these areas, but with little success. In 1894 Pondland was united with Cape Colony.

(-> today known as Maputo Bay)

The purchase of Delagoa Bay was a repeatedly expressed but never accoplished goal by the German naval and colonial policy. Its strategic position as an access route to the Boer republics once again stoked hopes for a German-Boer land bridge to German South West Africa. The bay, which formerly belonged to Portuguese Mozambique, was of great interest to England, Germany, and the Boer republics during the 1890s. The railway connecting Pretoria and the harbour of Lourenço Marques in the Delagoa Bay was partially funded by German capital. To secure access to the harbour and railway for Germany, the German Imperial Navy dispatched warships to the bay to the opening of the railway in 1895. The cruisers Condor and Cormoran signaled Germany’s presence in the bay, with the aim of pressuring the British Empire into making concessions regarding the expected redistribution of the Portuguese colonies, which did not happen at first.

Proofread & changes incorporated:)

  1. ^ Ernst von Weber: Vier Jahre in Afrika 1871–1875. Band 2, Brockhaus, Leipzig 1878, S. 329ff. (Onlineversion)
  2. ^ Horst Gründer: Geschichte der deutschen Kolonien. 5. Aufl., Ferdinand Schöningh, Paderborn/München/Wien/Zürich 2004, S. 80ff., ISBN 3-8252-1332-3.
  3. ^ Momsen, Wolfgang J. (1995). “Bürgerstolz und Weltmachtstreben – Deutschland unter Wilhelm II. 1890 bis 1918”. Geschichte Deutschlands. 7 (2): 299f.
  4. ^ Wehler, Hans-Ulrich (1976). Fehlschlag in Südostafrika – Santa-Lucia-Bay und Zululand. in: Bismarck und der Imperialismus (4 ed.). Munich: Deutscher Taschenbuch Verlag. p. 281. ISBN 3-423-04187-0.
  5. ^ Lewin, Evans (1915). The Germans in Africa. London/New York/Toronto/Melbourne: Cassell and Company. p. 64.
  6. ^ Bueckendorf, Jutta (1997). “Schwarz-weiss-rot über Ostafrika!” – Deutsche Kolonialpläne und afrikanische Realität. Munich: LIT Verlag. p. 197. ISBN 3825827550.
  7. ^ Büttner, Kurt (1959). “Die Anfänge der deutschen Kolonialpolitik in Ostafrika. Eine kritische Untersuchung anhand unveröffentlichter Quellen”. Studien zur Kolonialgeschichte und Geschichte der nationalen und kolonialen Befreiungsbewegungen. 1: 33.
  8. ^ Graudenz, Karlheinz (1988). Die deutschen Kolonien – Geschichte der deutschen Schutzgebiete in Wort, Bild und Karte (3 ed.). Augsburg: Weltbild. p. 100. ISBN 3-926187-49-2.

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